Das Fazit ist ein integraler Bestandteil einer Bachelorarbeit. Es ist gewissermaßen die Essenz Deines Textes! Gleichzeitig beantwortest Du in ihr Deine eingangs gestellte Fragestellung. Es versteht sich also von selbst, dass es enorm wichtig ist, beim Schreiben des Fazits gründlich vorzugehen. Wenn Dein Gutachter dir später mitteilt, dass er beim Lesen deines Fazits einen Anfall spontaner Erleuchtung hatte, dann hast du wohl alles richtig gemacht. Aber auch, wenn das nicht geschieht, werden die nachfolgenden Tipps Dir dabei helfen, ein klares und einprägsames Fazit unter Deine Bachelorarbeit zu ziehen.

Wozu dient das Fazit für eine Bachelorarbeit?

Das Wort „Fazit“ kommt vom lateinischen, konjugierten Verb facit. Zu Deutsch: es macht oder es ergibt. Das Fazit eines Textes ist also das, was sich aus dem Text ergibt, nämlich seine Hauptaussage. Es hat zur Funktion, den Text abzurunden, einen Rückblick auf Einleitung und Hauptteil zu bieten, sowie einen Ausblick nach vorne mit Bezug auf das bearbeitete Thema zu bieten. Gemäß den Richtlinien zur Gestaltung von Abschlussarbeiten der Universität Köln kann das Fazit dazu folgende Elemente enthalten:

  • Zusammenfassung wesentlicher / zentraler Ergebnisse
  • Bezug zur eingangs formulierten Fragestellung und Hypothese
  • Formulieren ungelöster und / oder neuer Fragen – kritische Betrachtung der Ergebnisse

Bedenke dabei, dass das Fazit das letzte ist, was Dein Gutachter (und jeder andere Leser) von Deinem Werk liest. Es sollte also qualitativ dem Hauptteil in nichts nachstehen. Ziehe in Betracht, einen Freund, einen Tutor oder auch jemand Professionelles für das Lektorat einer Bachelorarbeit hinzuzuziehen.

Was sollte man beim Schreiben des Fazits bedenken?

Damit Dein Fazit seinen Zweck erfüllt, kannst Du Dir selbst die folgenden Fragen stellen und Dein Fazit darauf überprüfen, ob es sie beantwortet:

  1. Zu welchen Ergebnissen kommst Du, nachdem du dein Thema und Deine Fragestellung im Hauptteil gründlich untersucht hast?
  2. Wie bist Du zu diesen Ergebnissen gekommen?
  3. Was bedeutet das möglicherweise für die weitere wissenschaftliche Bearbeitung dieses Themas?

Beachte dabei immer, dass der Leser diese Schritte auch nachvollziehen kann. Bei einer Fragestellung, die zum Beispiel verschiedene Lernmodelle vergleicht und nach ihrer Effektivität fragt, ist eine mögliche Teilfrage im Hauptteil zum Beispiel diese: Zu welchen Zeiten arbeiten Schüler vorwiegend? Um diese Teilfrage zu beantworten, hast Du in einer Umfrage eigene Daten erhoben und ausgewertet. Du bist damit zu einem klaren Ergebnis gekommen. Beispielsweise hat Deine Umfrage ergeben, dass ca. 73% aller Schüler wochentags zwischen 16:00 Uhr und 18:00 Uhr lernen. Im Fazit für Deine Bachelorarbeit verweist Du auf dieses Ergebnis und warum es relevant für Deine Fragestellung ist.

Aufbau und Länge des Fazits

Die Länge eines Fazits richtet sich nach der Gesamtlänge des Textes. Für eine kürzere Bachelorarbeit reichen 2 – 3 Seiten, für umfangreiche Arbeiten, sollte auch das Fazit umfangreicher ausfallen. Solange Du Deine Ergebnisse angemessen präsentierst, logische Schlüsse daraus ziehst und einen Ausblick gibst, was diese Schlüsse im größeren Kontext des Themas bedeuten, solltest Du aber von alleine auf eine angemessene Länge kommen.

Grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob Du zuerst Deine Fragestellung beantwortest und dann in Kürze auf die verschiedenen Teile des Hauptteils hinweist, auf Grund derer Du zu deinem Ergebnis gekommen bist, oder andersrum. Den Ausblick nach vorne, gibst Du aber immer zuletzt.

Sich beim Fazit der Bachelorarbeit nochmals viel Mühe zu geben, wird Dir auch helfen, Dir Deine Argumentationskette selbst nochmals vor Augen zu führen. Es ist gut möglich, dass Dir dabei noch ein paar, zuvor verborgene Unstimmigkeiten auffallen und Du dich nochmals ans Umschreiben der Bachelorarbeit machst. Ein extra Plus, denn so trägt ein gutes Fazit auch dazu bei, dass die anderen Teile deiner Arbeit besser werden!

Bildquelle: ©StockSnap– pixabay.com

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