Was sich wie eine schwedische Popband anhören mag, definiert in Wirklichkeit einen besonderen Zitierstil. Eine Norm, die hauptsächlich im englischsprachigen Raum Anwendung findet, aber auch im Deutschen bereits weit verbreitet ist. Grund dafür sind die bislang noch wenig festgelegten Standards, wenn es um das Zitieren von Quellen aus dem Internet geht. So dient diese anerkannte Zitierweise auch im deutschsprachigen Raum durchaus als Richtlinie und zur Orientierung, falls keine anderen Vorgaben definiert sind.

Herausgegeben von der American Psychological Association (kurz: APA), liefert dieses Manual die grundlegenden formalen Gestaltungsrichtlinien wissenschaftlicher Arbeiten in einem gesammelten Werk. Auf über 400 Seiten finden sich Regelungen zur Schriftart, zu Zeilenabständen, zur Schriftgröße, zu Verzeichnissen, aber auch zur Zitierweise. Gerade im Umgang mit Quellen aus dem Internet und Veröffentlichungen in Zeitschriften hilft es Dir, dieses Regelwerk beim Verfassen der Bachelorarbeit oder Masterarbeit, sowie Hausarbeiten jeglicher Art und liefert Dir die wesentlichen Zitierrichtlinien, die für das wissenschaftliche Arbeiten relevant sind.

Was macht den APA-Style aus?

Das wesentliche Merkmal beim Zitieren im APA-Style ist der Quellenbezug direkt in der jeweiligen Textpassage im Fließtext und nicht, wie sonst üblich, in den Fußnoten oder am Ende der Arbeit im Literaturverzeichnis.

Hier ein Beispiel für das Zitieren einer Internetquelle: Wenn Du im APA-Style zitierst, werden als erstes der Nachname des Autors und die Initiale des Vornamens genannt. Sie werden mit einem Komma getrennt und mit einem Punkt abgeschlossen. Darauf folgt die Angabe der Jahreszahl oder, wenn möglich, das genaue Erscheinungsdatum (Tag-Monat-Jahr im Deutschen bzw. Jahr-Monat-Tag im Englischen). Daneben werden bei einer Internetquelle der genaue Titel des Webeintrags und der Name der Website dargestellt und mit jeweils einem Punkt voneinander getrennt. Anschließend erscheint das Datum des Seitenaufrufes. Dazu schreibt man im Deutschen Tag-Monat-Jahr mit dem Zusatz „Abgerufen“ und im Englischen Jahr-Monat-Tag mit dem Zusatz „Retrieved“. Auch dies wird wieder mit einem Komma getrennt, falls danach die genaue URL mit dem Zusatz „aus“ bzw. „from“ angegeben wird. Auf den Abschluss des Zitates folgt kein Punkt.

Beispiel

Nachname, V. (01. Januar 2001). Webeintrag. Webname. Abgerufen am 01. Januar 2001, von http://www.url.com

Ein zweites Beispiel für Sekundärliteratur: Wenn keine Originalquelle zur Verfügung steht, zitierst Du folgendermaßen:

Beispiel:

Autorenname des Originalzitates, Jahreszahl, „zitiert nach …“ Autorenname der Sekundärliteratur, Jahreszahl, Seitenangabe.

Worauf muss ich beim Zitieren achten?

Sogenanntes Fremdwissen, also alles, was nicht aus Deiner Feder stammt und außerdem nicht zum Allgemeinwissen oder jeweiligen Fachwissen gehört, muss als solches kenntlich gemacht und daher unbedingt durch Quellen belegt werden. Damit gewährleistet man die „intersubjektive Nachvollziehbarkeit“ der Arbeit, egal ob für den Laien oder Fachmann.

Um eine korrekte Quellenangabe zu machen, solltest Du außerdem immer darauf achten, dass Du aus den Originalquellen zitierst. Sekundärliteratur kommt nur dann in Frage, falls keine Originalquelle zur Verfügung steht. Unter Sekundarliteratur versteht man die fachgerechte, wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Primärliteratur. Somit sind Sekundarquellen Berichte und Überlieferungen wissenschaftlicher Autoren aus zweiter Hand.

Falls Du trotz dieser Tipps noch etwas unsicher im Umgang mit dem APA-Style sein solltest, kannst Du mit einem Lektorat einer Dissertation, Masterarbeit, Bachelorarbeit oder Hausarbeit die Richtigkeit Deiner Zitierweise vom Fachmann überprüfen lassen.

Bildquelle: ID #50943228 – ©purplequeue

Share →