Was sind Wirtschaftswissenschaften?

Die klassischen ökonomischen Studiengänge unterteilen sich in Betriebswirtschaftslehre (BWL) und Volkswirtschaftslehre (VWL). Angehende Betriebswirte eignen sich während ihres Studiums das nötige Grundwissen an, um in ihrer beruflichen Laufbahn Unternehmen oder Teilbereiche von Unternehmen zu leiten. Hierzu werden Kenntnisse in den betrieblichen Funktionen Marketing, Controlling, Produktion und Logistik, Investition und Finanzierung usw. vermittelt. Volkswirte richten ihren Blick hingegen auf die gesamtwirtschaftliche Perspektive mit ihren Akteuren Staat, private Haushalte und Unternehmen. Die hier behandelten Modelle und Theorien sollen erklären, zu welchen Bedingungen der Nutzen der Wirtschaftssubjekte unter der Prämisse knapper Ressourcen maximiert werden kann.
Die Wirtschaftswissenschaften bilden einen eigenen Studiengang, der die übergeordnete Aggregation dieser beiden Richtungen darstellt und somit Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre unter einem Dach vereint. Studierende dieser Disziplin werden also sowohl in betriebswirtschaftlichen als auch volkswirtschaftlichen Theorien ausgebildet.

Karrieremöglichkeiten

Durch die universelle Ausrichtung des Studiengangs gibt es in etlichen Gebieten Jobangebote für Wirtschaftswissenschaftler. Konkrete Wirtschaftsberufe lassen sich beispielsweise auf wirtschaft-suedwest.de finden. Üblicherweise fassen Absolventen Karrieren ins Auge, in denen entweder leitende Positionen oder Planungs-/Analysetätigkeiten im Vordergrund stehen. Im Fokus stehen dabei private Unternehmen als Arbeitgeber, jedoch bieten auch Verbände oder Kammern Stellen an, die speziell auf Wirtschaftswissenschaftler zugeschnitten sind.

Studieninhalte und -verlauf

Das erste Studienziel im Bereich Wirtschaftswissenschaften ist in der Regel ein Bachelor of Science (B. Sc.) oder Bachelor of Arts (B. A.), der innerhalb der Regelstudienzeit von drei Jahren bzw. sechs Semestern erreicht werden kann. Bevor man für die Abschlussarbeit (Bachelor-Thesis) zugelassen wird, ist in der Regel auch eine berufspraktische Phase in einem Betrieb zu absolvieren, die entweder im Rahmen einer festen Anstellung oder als Praktikum bestimmter Dauer geleistet werden kann. Im Anschluss an den Bachelor ist es möglich, einen Master of Science (M. Sc.) zu erwerben, der in der Regel weitere zwei Jahre bzw. vier Semester in Anspruch nimmt und für den oft ein bestimmter numerus clausus erreicht werden muss.
Die ersten Studieninhalte des wirtschaftswissenschaftlichen Bachelorstudiengangs umfassen die Basis für die späteren Schwerpunkte und auch die Rahmenbereiche der Wirtschaftswissenschaften sind Teil des Programms. Neben Mathematik, Statistik und Recht stehen daher auch oft Einführungsvorlesungen in die Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre sowie Wirtschaftsinformatik auf dem Lehrplan der ersten Semester. Nach dem Grundlagenstudium vertiefen Studierende ihre ökonomischen Kenntnisse gleichermaßen im Bereich BWL und VWL, wobei Wahlmöglichkeiten helfen, eigene Interessensgebiete als Studienschwerpunkte auszuwählen.

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