Ursula von der Leyen, Annette Schavan und – der wohl berühmteste Fall – Karl-Theodor zu Guttenberg. Sie alle haben es getan, mit mehr oder minder weitreichenden Folgen: Bei anderen abgeschrieben. Zu Guttenberg und Schavan kostete das sowohl den Job, als auch den Doktortitel. Das hätte man vermeiden können, wenn man gewollt hätte.

Wann ist ein Plagiat ein Plagiat?

Es kommt natürlich schon einmal vor, dass man im Eifer des Gefechts vergisst, ein Zitat als solches zu kennzeichnen, doch genau das ist bereits ein Plagiat. Wenn Du daneben noch mehrere Textstellen aus der Forschungsliteratur in eigenen Worten wiedergibst, ohne dabei ganz klar zu sagen, woher die Ideen stammen, ist das ebenfalls ein Plagiat.

Was viele Studenten nicht wissen: Man darf auch keine Stellen aus einer anderen eigenen wissenschaftlichen Arbeit kommentarlos übernehmen. Auch das muss man kenntlich machen. Und auch Übersetzungen aus einer Fremdsprache in die eigene Sprache gelten als Plagiat, wenn man die Quelle nicht deutlich angibt.

Ganz schön viel zu beachten, wenn man mitten im Abschluss-Stress ist. Trotzdem ist es unbedingt notwendig, sauber zu arbeiten. Kann Dir Deine Hochschule nämlich ein Plagiat vorwerfen, wirst Du Dich nach dem Abschluss-Stress sehnen, denn dann wird es richtig stressig! Bei einem Plagiat droht Dir nämlich im schlimmsten Fall die Exmatrikulation und Du kannst außerdem den Anspruch verlieren, an einer anderen Uni Deinen Abschluss zu machen. Was Plagiate angeht, ist Vorsicht also in jedem Fall besser als Nachsicht!

Wie prüft mein Betreuer meine Arbeit?

Der Betreuer Deiner Bachelorarbeit wird natürlich peinlich genau darauf achten, dass Du sauber gearbeitet und alle Quellen als solche kenntlich gemacht hast. Dabei hat er einen großen Vorteil: Als Dozent kennt er die Fachliteratur und weiß daher, was dem aktuellen Forschungsstand entspricht und welcher Wissenschaftler die Thesen vertritt. Darüber hinaus sollte Dich Dein Betreuer auch aus Seminaren und Vorlesungen kennen – er kann also auch Deinen Wissensstand einschätzen und merkt so schnell, wenn eine Textstelle verdächtig ist.

Plagiatsprüfung: Unis nutzen Software

Natürlich verlässt sich Dein Betreuer gerade bei einer so wichtigen Sache, wie einer Abschlussarbeit nicht nur auf seinen Eindruck und sein Wissen. Die meisten Unis nutzen mittlerweile spezielle Software zur Plagiatsprüfung für eine Bachelorarbeit und andere Abschlussarbeiten. Entdeckt die Software eine verdächtige Stelle, liefert sie die vermutete Quelle direkt mit – da ist ein Täuschungsversuch nahezu ausgeschlossen. Auch ein unbeabsichtigter.

Was also tun? Wenn Du nun befürchtest, dass Du im Stress der Bachelorarbeit vergessen haben könntest ein Zitat kenntlich zu machen, ist das noch lange kein Grund für schlaflose Nächte. Du kannst nämlich ebenso die Plagiatsprüfung nutzen. Im Netz gibt es viele Anbieter, die diesen Dienst zur Verfügung stellen und Deine Arbeit auf Quellen und saubere Literaturangaben checken. Das Geld sind diese Dienste allemal wert, denn damit erspart man sich nicht nur eine Menge Ärger, man kann auch auf eine bessere Note für eine sauber recherchierte Arbeit hoffen.

Bildquelle: ©rawpixel – pixabay.com

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