Damit Du überhaupt eine wissenschaftliche Ausarbeitung schreiben kannst, musst Du eine systematische Literaturrecherche und eine Analyse der bestehenden Literatur verwirklichen. Doch durch neueste Medien und Netzwerke ist die Menge an Information so groß, dass ab und an der Überblick schnell verloren gehen kann. Umso schwieriger ist es passende Literatur zu Deinem Thema zu finden. Welche Methoden gibt es und wie sollte vorgegangen werden?

Was ist eine Literaturrecherche?

Hast Du eine Fragestellung zu einem bestimmten Thema zusammengestellt kommt es zu dem nächsten und wichtigsten Schritt einer wissenschaftlichen Arbeit: Die Literaturrecherche ist wichtiger Bestandteil einer wissenschaftlichen Ausarbeitung und besteht darin, Deine eigenen Thesen auf Aussagen anderer Autoren zu stützen. Mithilfe der Literaturrecherche soll Deine gestellte These mit qualitativem Inhalt beantwortet werden. Je mehr Wissen Du Dir über das Fachgebiet aneignest, desto besser wird Deine wissenschaftliche Ausarbeitung.

Besonders wichtig ist es aber darauf zu achten, dass nicht alle Texte, die vor allem im Internet erscheinen, vertrauenswürdig sind. Aus diesem Grund wäre es von Vorteil für Dich, nach wissenschaftlich fundierten Quellen zu suchen. Hier eignen sich Internetportale, wie Google. Scholar oder der Springer Link.

Literaturrecherche – Wie?

Um Dir einen groben Überblick zu Deinem Thema zu verschaffen, bietet sich das Internet und die verschiedenen Suchmaschinen am besten an. Durch einzelne Leitwörter kannst Du Dir einfach eine grobe Orientierung schaffen. Hier wird in Primärliteratur und Sekundärliteratur unterschieden. Bei der Primärliteratur handelt es sich dabei um Originalschriften eines Autors. Die Sekundärliteratur hingegen sind Texte, welche aus Originaltexten Beweis erbringen.

Um Dein ausgesuchtes Thema richtig kennenzulernen und Literatur zu finden, kannst Du für die Recherche das einfache und beliebte „Schneeballsystem“ verwenden. Nach diesem Verfahren arbeitest Du Dich durch die Literaturverzeichnisse der Suchmaschinen: Wichtige Literatur wird rausgefiltert und kann später benutzt werden. Dieses System solltest Du mit einer Recherchemethode kombinieren.

Häufig benutzte Methoden

  1. vom Allgemeinen zum Speziellen
  2. vom Aktuellen zum Älteren
  3. von kurzen Texten zu längeren (Bücher, Monographien und etc.)

Nach dem Du Dir eine grobe Orientierung geschaffen hast, geht es darum, Dich immer spezifischer einzuarbeiten. Hier sollst Du strukturiert und ausführlich Information herausarbeiten. Die Aktualität des Textes verweist auf den letzten Forschungsstand des Wissensgebiets. Bücher solltest Du vom Bibliothekskatalog, welcher in Deiner Universität besteht, sorgfältig heraussuchen und beschaffen. Hier kann nach einem Auswahlverfahren, je nach Deinen eigenen Kriterien, Bücher untersucht und dann für die Ausarbeitung benutzt werden. Bei der Frage nach beliebten Autoren wäre eine Absprache mit deinem Dozenten für den Beginn, hilfreich.

Bloß keine Plagiate

Nachdem Deine Literaturrecherche beendet und Du die wissenschaftliche Ausarbeitung basierend auf der gefundenen Literatur verfasst hast, gibt es noch eine wichtige Formalie, die Du zu beachten hast: Alle Aussagen müssen, je nachdem welche Belegweise (Chicago- oder Harvard Schreibweise) Du benutzt hast, gekennzeichnet werden. Beim nicht markieren solcher Textpassagen könntest Du mit Plagiatsvorwurf konfrontiert werden: Der Text wird entweder zur Überarbeitung zurückgeschickt oder gar nicht erst bewertet.

Das Verzeichnis

Am Ende Deiner wissenschaftlichen Ausarbeitung, wie man es von Büchern und auch anderen Wissensquellen kennt, muss das Literaturverzeichnis erscheinen. Somit kannst Du wichtige Daten und Informationen zu Quellen bekannt geben. Wichtig ist es, dass Du alle Informationen, die kundgegeben wurden, systematisch und einheitlich eingliederst.

Diese Angaben sind ein Muss für Dein Literaturverzeichnis:

  • Autor (gegeben falls Herausgeber)
  • Kompletter Titel und Untertitel
  • Jahrgang
  • Auflage und Bandnummer
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr und Ort
Bildquelle: ©deedee86- pixabay.com
Share →