Hast du dich für ein Studium entschieden, so standst du sicherlich auch schon vor der Frage, wo genau eigentlich die Unterschiede zwischen Universität und Hochschule liegen. Wir klären auf über fachliche Unterschiede und die verschiedenen Lehrmethoden!

Das Studium an der Universität
Durch die Einführung des Bachelor- und Masterabschlusses haben sich viele Studiengänge an Universitäten allerdings grundlegend verändert. Während die Studenten früher viele persönliche Freiheiten genießen konnten und keinen Zeitdruck hatten, stehen heutzutage meist straffe Lehrpläne, die für einen schnellen Abschluss nach bereits drei oder vier Jahren sorgen. Möchte man einen individuellen Schwerpunkt im Studium wählen oder sich selbständig und wissenschaftlich mit bestimmten Themen auseinandersetzen, so kann dies meist erst mit einem anschließenden Masterstudium in Angriff genommen werden.

Dennoch bleibt die Uni im Vergleich zur Fachhochschule immer noch eher wissenschaftlich ausgerichtet. Die Uni ist für dich daher genau der richtige Ort, wenn du nicht unbedingt in Richtung eines bestimmten Berufs hinarbeiten möchtest, sondern lieber wissenschaftlich arbeitest. Anstatt eines schnellen Abschlusses und den ersten Berufserfahrungen bietet es sich hier in der Regel an, nach dem Bachelor noch einen Master zu machen und im Anschluss vielleicht sogar noch zu promovieren.

Die TU

Abseits der Universitäten gibt es auch noch den Zweig der technischen Universitäten (TU) – diese gehören zwar ganz legitim zu den Unis, haben ihr Angebot allerdings insbesondere auf den naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Bereich fokussiert. Absolventen von technischen Universitäten genießen bei vielen Arbeitgebern einen besonders guten Ruf aufgrund ihrer intensiven technischen und naturwissenschaftlichen Ausbildung.

Die Fachhochschule (FH)

Die FH ist die Alternative zur Uni und praxisorientierter organisiert – Studierende werden mit Studieninhalten konfrontiert, die sie später gezielt in ihrem Beruf anwenden können. Unterstrichen wird dieser Umstand dadurch, dass auch viele Professoren und Dozenten bereits in der Praxis gearbeitet haben und die entsprechenden Inhalte dank ihrer Erfahrungen besonders gut vermitteln können. Ein Vorteil der FH ist außerdem, dass das Verhältnis zwischen Lehrenden und Studenten meist intensiver ist, da Seminare und Vorlesungen in der Regel nicht so überfüllt sind und die Beteiligten so schneller ins Gespräch kommen. Das Fächerangebot der FH ist allerdings deutlich kleiner als an Unis und klammert zudem bestimmte Fächer wie Medizin, Lehramt oder Germanistik aus. Oftmals beschränken sich die Hochschulen auf die Bereiche Wirtschaft, Technik und Sozialwesen, vermehrt werden auch Studiengänge in den Bereichen Design und Medien angeboten. Heutzutage liest man des Weiteren vermehrt von Hochschulen anstatt Fachhochschulen – Grund dafür ist allerdings hauptsächlich das Marketing, veränderte Regeln oder Fächerangebote entstehen nicht.

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