Die Masterarbeit steht vor der Tür und du hast noch keinen Plan, wo du anfangen sollst? Kein Problem! Um deine erste wissenschaftliche Abschlussarbeit zu schreiben, solltest du möglichst organisiert vorgehen. Mach dir einen Plan, welche Aufgaben zu erledigen sind und bis wann sie erledigt sein sollen. Die nachstehende Checkliste wird dir dabei helfen:

1. Frühzeitig ein Thema und einen Betreuer suchen

Fang am besten zwei Semester vor deinem letzten Semester an, ein Thema zu suchen. Sobald du eine grobe Richtung hast, geh zu einem Professor oder einem anderen, geeigneten Dozenten, dem du vertraust. Diese Person muss noch nicht dein Betreuer werden, aber es ist eine gute Sache, seine Ideen und Vorstellungen mit einer Person zu besprechen, mit der man gut auskommt. Diese Person kann dir auch am besten sagen, welcher andere Professor gegebenenfalls gut zu deinem Thema passt und die Arbeit übernehmen kann.

2. In das Thema einlesen und eine Fragestellung ausformulieren

Wenn dein Betreuer feststeht und du ein Thema hast, ist es Zeit, für eine ganze Weile in die Universitätsbibliothek zu ziehen! Richte dich gemütlich ein, du wirst hier viel Zeit verbringen. Am Ende kennst du die Namen aller Haustiere und Kinder der Mitarbeiter. Aber viel wichtiger: Du wirst dich mit deinem Thema auskennen und fähig sein, es einzugrenzen und eine Fragestellung auszuformulieren (besprich dich dabei mit deinem Betreuer)!

3. Literaturauswahl

Sobald deine Fragestellung steht, kannst du gezielt Literatur dazu aussuchen. Du kennst sie vermutlich ohnehin schon, der Punkt sollte also schnell abgehakt sein.

4. Vorläufiges Inhaltsverzeichnis und Gliederung erstellen

Inzwischen solltest du schon eine grobe Vorstellung davon haben, wie deine Masterarbeit aussehen wird. Schreib jetzt nicht einfach drauflos! Entwirf die Arbeit zuerst einmal als Blaupause in Form einer Gliederung. Das vorläufige Inhaltsverzeichnis dient dir dabei als Gerüst, an dem du dich später orientierst.

5. Die Arbeit anmelden

Überrascht, dass dieser Punkt erst jetzt kommt? Erst, wenn du eine Fragestellung hast und genau weißt, was du tun möchtest, ist es Zeit die Arbeit anzumelden. Ab jetzt tickt die Uhr!

6. Eventuell eigene Datenerhebung durchführen

Falls dein Projekt eine eigene Datenerhebung vorsieht – in welcher Form auch immer – ist nun die Zeit dafür!

7. Schreibphase

Leider hast du bis jetzt noch sehr wenig Greifbares, aber in deinem Kopf existiert die Arbeit ja schon! Sie muss eigentlich nur noch geschrieben werden! Nimm dir dafür genug Zeit! Aus einer guten Ideen wird nur dann eine gute Note, wenn sie auch gut ausgedrückt wird!

8. Eigenkorrektur

Fast geschafft! Aber noch müssen alle Fehler, bis zum Letzten, ausgemerzt werden. Zeige hier keine Gnade und geh gründlich vor! Korrigiere den Text dreimal: Einmal achtest du auf alle sprachlichen Fehler, dann auf alle inhaltlichen Fehler oder Ungenauigkeiten und ein drittes Mal überprüfst du noch, ob alle Formalien bezüglich Zitierweise, Formatierung und Angabe von Quellen korrekt und einheitlich sind! Lieber ein Umschreiben der Masterarbeit in Kauf nehmen, als Fehler übersehen.

9. Korrekturlesen lassen

Nach der eigenen Korrektur, gib den Text für dasselbe Prozedere jemand Anderem. Optimaler Weise mehreren Personen, von denen sich mindestens eine auch mit dem Thema auskennen sollte, um auch den Inhalt überprüfen zu können. Kommilitonen eignen sich dafür bestens! Auch ein professionelles Lektorat deiner Masterarbeit ist eine Überlegung wert!

10. Ausdrucken und Abgabe!

Da gibt es ja wohl nicht mehr viel zu sagen. Lass die Arbeit auf jeden Fall in einem guten Copyshop drucken und binden und dann genieße es, sie abzugeben! Hinter dir liegt viel Arbeit! aber du hast es geschafft. Zeit sich zu belohnen! Und nun: Viel Erfolg auf dem Weg dahin!

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